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A
Abuse
engl.: Misshandlung. Der Code of Conduct (®Verhaltenskodex) der ATP-, WTA- und ITF-Regeln verzeichnet verbale, obszöne und visuelle Entgleisungen der Spieler, die unterschiedlich bestraft werden.
Advantage
Englische Bezeichnung für Vorteil. Advantage bezeichnet den Vorteil in einem Spiel nach einem vorausgegangenen Gleichstand.
Der Aufschlag bei Vorteil wird immer von links ausgeführt. Man nennt daher die linke Spielhälfte auch Vorteilseite.
Amateur
Spieler, der nicht um Geld oder Sachpreise spielt und auch keine Entschädigung für sein Spiel verlangt, seinen Lebensunterhalt nicht mit Tennis verdient, auch nicht als Trainer oder Betreuer.
Angriffspieler
Spieler, der jede Möglichkeit wahrnimmt, anzugreifen und Druck auszuüben. Er spielt schnelles druckvolles Tennis, geht häufig ans Netz.
Angriffstennis
Ein typisches Merkmal für Angriffstennis ist, wenn ein Spieler jede Möglichkeit wahrnimmt, die Ballwechsel zu bestimmen. Angriffsspiel ist nicht immer mit dem Vorrücken ans Netz gleichzusetzen. Bei der aggressiven und druckvollen Spielweise, die auch ihre Risiken birgt, wird der Angriffsspieler allerdings meist seine Chance an der Netzposition suchen.
Angstgegner
Es ist ein Spieler, gegen den man weitere Niederlagen befürchtet. Man hat negative Vorerfahrungen, weil man trotz größter Anstrengungen bereits mehrmals gegen ihn verloren hat. Es können aber auch technisch-taktische Gründe sein, weil man mit der Spielweise des Gegners nicht zurecht kommt.
Anschneiden
Ausführen einer Schlagbewegung mit dem Ziel dem Ball mit einem Drall zu versehen. Der Drall verändert die Flugbahn und das Abspungverhalten des Balles.
Antizipation
Es ist die Fähigkeit, den Schlag oder die Spielvariante des Gegners voraus zu ahnen. Spitzenspieler erkennen mit geschultem Auge und ihrer Erfahrung bereits an geringsten Veränderungen des Körpers während des Bewegungsablaufes, wohin ihr Gegner den Ball schlagen wird. Sie provozieren oft mit einer Körpertäuschung eine spezielle Schlagvariante des Gegners und reagieren dementsprechend. Dieses taktische Verhalten ist jedoch nur erfolgreich, wenn man über ein gute Antizipationsvermögen verfügt.
Ass
Direkter Punkt mit einem Aufschlag, der vom Gegner nicht berührt werden kann. Berührt der Gegner den Ball, ohne ihn zurückzuspielen, nennt sich dieser Punktgewinn "Service-Winner".
Association of Tennis Professionals (ATP)
Es ist die Spielervereinigung der Profis. Sie verstand sich bei Ihrer Gründung im Jahr 1972 zunächst als gewerkschaftliche Vertretung der Spieler.
1990 löste die weltweite » ATP Tour die Grand-Prix-Serie des Men´s International Tennis Council ab, ein Gremium des Weltverbandes ITF.
Nach Abschluss der Gründungsphase traten auch die Turnierdirektoren der ATP-Turniere dem Gremium bei. Gleichberechtigt zum Tournament Council existiert das Player Council, dessen oberster Spieler derzeit Todd Martin ist. Chief Executive Officer des Board of Directors ist seit Gründung der Amerikaner Mark Miles.
2003 umfasst die ATP Tour 65 Turniere (ohne Grand Slams) in 31 Ländern.
Aufschlag
Der Ballwechsel wird mit dem Aufschlag eröffnet. Der aufschlagende Spieler (Aufschläger) muss den Ball von einer beliebigen Position hinter der Grundlinie in das Aufschlagfeld spielen, das diagonal gegenüber liegt. Der Aufschläger hat dafür 2 Versuche (1. und 2. Aufschlag). Bei Netzberührung wird der Aufschlag wiederholt, unter der Voraussetzung, dass der Ball korrekt im Aufschlagfeld landet.
Der Aufschlag ist der einzige Schlag im Tennis, der ohne Einfluss des Gegners ausgeführt wird und sollte daher intensiv trainiert werden.
Es werden drei Aufschlagvarianten unterschieden:
1. Gerader Aufschlag: Der Ball wird ohne Schnitt gespielt.
2. Slice-Aufschlag: Der Ball wird mit Seitenschnitt gespielt.
3. Twist- oder Kick-Aufschlag: Der Ball wird mit Topspin und leichtem Seitenschnitt gespielt.
Aufschlaglinie
Die zwei Aufschlaglinien verlaufen im Abstand von 6,40m paralell zum Netz, zusammen mit der Aufschlagmittellinie begrenzen sie das Aufschlagfeld.
Aus
engl.: Out
Der Ball hat, ohne vorher aufgesprungen zu sein, den Boden des Spielfeldes oder eine ständige Einrichtung außerhalb des Spielfeldes getroffen.
Der Schiedsrichter streckt den Arm in Schulterhöhe seitlich in die Richtung, in der der ball "aus" gegangen ist. Die Handfläche zeigt zum Schiedsrichter, die Finger sind ausgestreckt und geschlossen. Sitzt der Linienrichter auf derselben Seite wie der Schiedsrichter, zeigt der Arm nach vorn.
Ausbildung
Es gibt verschiedene Ausbildungen: C-Trainer/in, B-Trainer/in Leistungssport, B-Trainer/in Breitensport/ Vereinsservice, A-Trainer/in und Diplom-Trainer/in
1. C-Trainer/in, B-Trainer/in Leistungssport, B-Trainer/in Breitensport/ Vereinsservice: Für die Ausbildungsgänge im Fach Tennis ist der jeweilige Mitgliedsverband des Deutschen Tennis Bundes im Wohnbereich des Interessenten zuständig. Die Meldung kann nur über einen Tennisverein an den Verband erfolgen. Die Ausbildungsrichtlinien und Lehrgangstermine sind bei den Geschäftsstellen der Mitgliedsverbände erhältlich.
2. A-Trainer/-in: Die A-Trainer-Ausbildung liegt in der verantwortlichen Durchführung des Deutschen Tennis Bundes und erfolg im Bundesleistungszentrum in Hannover. Die Meldung kann nur über den zuständigen Mitgliedsverband beim Deutschen Tennis Bund erfolgen.
3. Diplom-Trainer/-in: Die Ausbildung für diese Lizenz mit staatlicher Prüfung für das Trainer-Diplom wird an der Trainerakademie in Köln durchgeführt. Bewerber müssen im Besitz der A-Trainer-Lizenz des Deutschen Tennis Bundes sein.
Fortbildungspflicht: C (im 4. Jahr), B Leistungssport (im 3. Jahr), B Breitensport (im 3. Jahr), A-Trainer (im 2. Jahr)
Auslauf
Gelände zwischen Grundlinie und hinterer Platzbegrenzung. Bei internationalen Veranstaltungen werden mind. 6,40 m und 3,66 m an den Seiten vorgeschrieben.
Australian Open
Die » Offenen Australischen Meisterschaften sind eines der vier Grand Slam Turniere. Sie werden in der zweiten Januarhälfte im Melbourne Park ausgetragen. Es gibt die Meisterschaften bereits seit 1905. Bis 1988 wurden sie auf Rasen gespielt. Seit diesem Zeitpunkt ist es ein gefederter, kunststoffbeschichteter Hardcourt.
Australische Formation
B
Balancepunkt
Gleichgewichtspunkt wird in Millimetern vom Griffende aus gemessen. Je kürzer der Abstand des Balancepunktes zum Griffende, desto grifflastiger ist der Schläger; je größer der Abstand desto kopflastiger der Schläger.
Ball
Die äußere Hülle des Balles muss gleichförmig und nahtlos, seine Farbe weiß oder gelb sein.
Der Durchmesser des Balles muss nach den Bestimmungen der ITF mehr als 6,35 cm und weniger als 6,67 cm betragen, sein Gewicht mehr als 56,7g und weniger als 58,5g.
Der Ball muss eine Sprunghöhe von mehr als 134,62 cm und weniger als 147,32 cm aufweisen, wenn er aus einer Höhe von 254 cm auf eine betonierte Unterlage fallen gelassen wird.
Der Kern des Spielballes besteht aus zwei Gummihalbschalen, die unter Hitze zusammengeschweißt werden. Danach wird der Filz in zwei Teilen aufgeklebt. So entsteht die helle Naht.
Seit 1975 werden Tennisbälle mit gelbem Filz gespielt. Diese Wandlung von weißem zu gelbem Ball war vor allem der Wunsch des Fernsehens.
Ballkontakt
So nennt man den Zeitpunkt, in dem der Ball beim Schlagen die Bespannung des Schlägers berührt.
Ein kurzer Ballkontakt führt zu großer Präzision, ein langer erzeugt hohes Tempo aber kaum Präzision.
Ganze 0,004 Sekunden berührt ein Ball die Schlägerbespannung, wenn sie hart bespannt ist. Die Bespannung wird nur wenig eingedrückt, während sich der Ball durch den kräftigen Schlag stark deformiert. Mit geringen Korrekturen kann der Spieler die Unregelmäßigkeiten beim Auftreffen ausgleichen. Dies bedeutet, dass eine harte Bespannung zu präzisen Schlägen ohne großes Tempo führt.
Bei weicher Bespannung dagegen wird der Ball tief in die Saiten gedrückt, wenig verformt und mit hoher Beschleunigung zurückkatapultiert. Somit führt eine weiche Bespannung zu Bällen mit wenig Präzision.
Beidhänder
Beidhänder sind Spieler, die einen Grundschlag (Vorhand, Rückhand) mit beiden Händen schlagen. Die beidhändige Rückhand gehört inzwischen zu den Standardschlägen und wird von der Hälfte der Profis gespielt. Die Beinarbeit ist dann um so wichtiger, um die gleiche Reichweite zu haben.
Bespannung
Das "Herz" des Tennisschlägers ist die Bespannung. Sie beeinflusst das Tennisspiel am meisten. Während sich der Spieler auf seinen Schläger selbst verlassen kann, es sei denn, der Schläger bricht, verändert sich die Bespannung laufend. Jede Saite verliert mit der Zeit an Spannkraft und Elastizität, verstärkt vor allem durch die Beanspruchung beim Spiel. Je nach Eigenschaften des Bespannungsmaterials schneller oder langsamer.
Die erwünschte elastische Besaitung ist von der Art der Bespannung, dem Härtegrad und dem Durchmesser der Saite abhängig. So werden Längsseiten häufig um 1 kg härter bespannt als Quersaiten. Auf dem Schlägerrahmen sind die entsprechenden Vorschriften oder Empfehlungen aufgedruckt. Man findet Angaben zwischen 24 und 32 Kilogramm, je nach Größe des Schlägerkopfes. Der Spieler findet meist die für ihn ideale Bespannungshärte erst nach längerem Ausprobieren.
Die Schläger werden auf mechanischen oder elektronischen Maschinen nach einem vorgegebenen Bespannungsschema bespannt, was einige Fachkenntnisse und viel Übung erfordert. Je nach Technik verwendet der Besaiter zwei oder vier Knoten.
Best of Five
Englische Bezeichnung für ein Match mit drei Gewinnsätzen.
Haben beide Spieler bereits zwei Sätze gewonnen, fällt die Entscheidung über den Matchgewinn im fünften und letzten Satz. Über fünf Gewinnsätze wird bei den Herren im Davis Cup, bei den Grand Slam Turnieren und den zehn Endspielen der Masters-Serie gespielt.
Big Point
Englische Bezeichnung für einen wichtigen Punkt, der für den Verlauf eines Satzes oder des ganzen Matches entscheidend sein kann.
Bihänder
Bodenbelag
Die Beschaffenheit der Spielfläche eines Tennisplatzes kann sehr unterschiedlich sein. Die meistverwendeten Beläge sind roter Sand, Beton mit Kunststoffbeschichtung (Hartplatz), Rasen und in der Halle Velours-Teppich.
Break
Wenn ein Spieler das Aufschlagspiel des Gegners gewinnen kann, dessen Aufschlag durchbricht, nennt man dies ein Break. Dem Break kommt eine satzvorentscheidende Bedeutung zu, da in der Regel ein Aufschläger sein Spiel gewinnen kann.
C
Center Court
Hauptplatz einer Tennisanlage, meist der Platz, auf dem das Endspiel stattfindet, bzw. die meisten Zuschauer Platz finden. Der Centre, wurde ursprünglich, wie der engl. Begriff vermuten lässt, in der Mitte des Geländes angelegt.
Der Center Court am Rothenbaum hat eine Sitzkapazität von ca. 13.300 Plätzen.
Challenger Turniere
Von der ATP organisierte Herrenturniere als Unterbau der ATP Tour für Profis ab Weltranglistenplatz 50. Das Gesamtpreisgeld liegt zwischen 25.000 und 125.000 US-Dollar.
Champions Race
Bezeichnung der neuen Weltrangliste der Herren.
Um mehr Klarheit in das bislang komplizierte Punktesystem zu bringen, hat die ATP mit Beginn des Jahres 2000 das Champions Race eingeführt.
Vom 1. Januar bis 31. Dezember eines Kalenderjahres können die Profis bei 18 Turnieren Punkte für dieses "Wettrennen der Meister" sammeln. Als Pflichttermine gelten die vier Grand Slam-Turniere und die neun Turniere der Masters Series (siehe Masters Series). Dazu kommen fünf von jedem Spieler individuell ausgewählte Veranstaltungen.
Die letzten Punkte können die Spieler beim Masters Cup im Dezember verdienen, allerdings nur die besten acht Spieler der Saison. Bei diesen Spielern werden 19 Turniere gewertet. Wer im Anschluss an den Masters Cup die meisten Champions Race-Punkte hat, ist ATP-Weltmeister.
Chip
Aus dem Golf übernommene Bezeichnung für einen Ball der früh genommen wird und bei dem der Spieler nur wenig ausholt und durchzieht.
Chop
(engl.: der Hieb) Schlag mit Rückwärtsdrall, im Prinzip wie ein Slice, aber eine wesentlich kürzere Ausholbewegung, konstante Abwärtsbewegung der geöffneten Schlägerfläche und kein Nach-vorne-Durchschwingen. Ein typischer Verteidigungsschlag oder als Stoppball gespielt.
Coach
etreuer und Trainer eines Spielers/einer Mannschaft.
Da der Trainer im Tennis weitgehende Betreuungsaufgaben übernimmt und daher eine enge Bindung zum Spieler aufbaut, wird er deshalb häufig als Coach bezeichnet.
Code of Conduct
Ein Katalog von umfassenden Benimmregeln, den die International Tennis Federation, die ATP Tour und die WTA Tour für das Verhalten auf und außerhalb des Platzes erstellt hat.
Bei Zuwiderhandlung erhalten die Spieler(innen) je nach Schwere des Fehlverhaltens eine Strafe (Geldstrafe, Spielverbot, ...).
Crosscourt
Diagonal von links nach rechts oder rechts nach links über das Spielfeld geschlagener Ball.
Im modernen Tennis haben kurz-cross gespielte Bälle große Bedeutung, da sie kurz hinter dem Netz aufspringen und den Gegner seitlich weit aus dem Feld treiben.
D
DA-Wert
Vergleichswert von 0-100 anhand dessen die Materialermüdung, sowie die Flächenhärte, von Tennisschlägern festgestellt wird.
Davis Cup
Der » Davispokal-Wettbewerb, der als jährliche Team-Weltmeisterschaft mit je vier Einzeln und einem Doppel an drei aufeinanderfolgenden Tagen in mehreren Runden ausgetragen wird, geht auf eine Idee des Amerikaners Dwight F. Davis zurück, der auch den Pokal stiftete.
Erstmals wurde er 1900 zwischen den USA und Großbritannien ausgetragen. 1904 traten mit Belgien, Frankreich und Österreich die ersten kontinentalen Teilnehmer hinzu. Inzwischen ist die Zahl der teilnehmenden Nationen laufend gestiegen. Der Pokal wird als ewiger Wanderpokal gespielt.
Die Einzel werden über Kreuz gespielt. Für das Doppel können andere Spieler eingesetzt werden.
Defensivspieler
Ein Spieler, der versucht, von der Grundlinie aus, den Ball im Spiel im Spiel zu halten. Er vermeidet das Risiko, punktet nicht selbst und wartet auf die Fehler des Gegners.
Deuce
Bedeutungsgleich mit Einstand.
Punktgleichstand in einem Spiel bei 40:40 oder späterem erneuten Ausgleich.
Direktannahmen
Sind Teilnehmer, die sich nach ihrer Spielstärke direkt für das Hauptfeld qualifiziert haben, oder weil sie dort keine Aufnahme mehr finden können, für die Qualifikation.
Doping
Unter Doping versteht man, die (verbotene) Anwendung von Medikamenten im Sport mit dem Ziel, eine Leistungssteigerung zu erzielen.
Die Definition des Deutschen Sport Bundes reicht noch weiter:
Doping ist der Versuch einer unphysiologischen Steigerung der Leistungsfähigkeit des Sportlers durch Anwendung (Einnahme, Injektion oder Verabreichung) einer Doping-Substanz durch den Sportler oder einer Hilfsperson (z. B. Mannschaftsleiter, Trainer, Betreuer, Arzt, Pfleger oder Masseur) vor einem Wettkampf oder während eines Wettkampfes und für die anabolen Hormone auch im Training.
Doping-Substanzen im Sinne dieser Richtlinien sind insbesondere Phenyläthylaminderivate (Weckamine, Ephedrine, Adrenalinderivate), Narkotika, Analeptika (Kampfer und Strychninderivate) und anabole Hormone. Sportspezifisch können weitere Substanzen, z. B. Alkohol, Sedativa, Psychopharmaka, unter den Doping-Substanzen aufgeführt werden.
Neben der Verfälschung von Wettkampfergebnissen durch Doping hat vor allem die Gesundheitsgefährdung, die hingeht bis zu akuten Todesfällen, zum Dopingverbot geführt.
Doppel
Mannschaftsspiel mit 2 x 2 Spielern (Damen- Herren- oder Gemischtes (Mixed) Doppel. Gespielt wird auf dem Doppelfeld, das rechts und links um jeweils 1,37 Metern verbreitert ist.
Doppelfehler
Erster und sowohl zweiter Aufschlag landen nicht korrekt im Aufschlagfeld. Der Returnspieler bekommt den Punkt.
Doppelschlag
Ein Doppelschlag ist als solcher definiert, wenn der Spieler während der Schlagbewegung den Ball absichtlich auf seinem Schläger trägt oder auffängt oder ihn mit seinem Schläger absichtlich mehr als einmal berührt.
Kann ein unabsichtlicher Doppelschlag als Behinderung des Gegners im Sinne der Regel 21 gewertet werden?
Entscheidung: Nein. Ob ein Doppelschlag absichtlich oder nicht ausgeführt worden ist, ist Ermessenssache des Schiedsrichters.
Drive
(engl.: Treibschlag) Der Schläger wird bei diesem Schlag möglichst lange dem Ball "hinterher" geschwungen. Wird meistens ohne bewussten Drall gespielt und erreicht eine hohe Geschwindigkeit.
Dwight, Dr. James
Dr. James Dwight, Pionier, Meister und treibende Kraft des Tennissports in den Vereinigten Staaten. Er hatte erstmals die Idee, engere Beziehungen mit den erfahrenen Engländern aufzunehmen.
Dwight erreichte den 8. Platz der englischen Ranglisten. Nach Ende seiner sportlichen Karriere wurde er Präsident des Amerikanischen Verbandes (gegründet im Mai 1888) und galt bis zu seinem Tod 1917 als große Persönlichkeit in der amerikanischen Tennisgeschichte.
E
Equipment
Alle Gegenstände, die bei einem Match oder Turnier in die Tennistasche gehören (Bei der Auflistung wird angenommen, dass der Spieler unter seinem Trainingsanzug bereits die Tenniskleidung trägt):
Sonnenbrille, Trinkflasche/Getränke, Sonnencreme, Pflaster, Müsliriegel/Snacks, Haarshampoo, Seife/Duschgel, Ersatz-Shorts/Rock, Handtuch, Mütze/Kopfbedeckung, Schweißband, Ersatz-Polohemd, zweites Paar Schuhe, Racket und Ersatzracket, Bälle, Griffbänder, Vibrationsdämpfer, Ersatzsaiten.
Ernährung
Durch körperliche/sportliche Bewegung erhöht sich der Bedarf des Körpers an Energie, Kalorien, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Um Höchstleistung zu bringen, müssen vor dem Tennis die "Energielager" gut gefüllt sein, und nach dem Tennis wieder aufgefüllt werden. Für den speziellen Bedarf gibt es sportgerechte Ernährung, die auch gut schmeckt.
Um vor einem Wettspiel in Schwung zu kommen, sollten sich Tennisspieler Zeit für ein abwechslungsreiches Frühstück gönnen mit Obst, Gemüse, Körnerbrötchen, Vollkornbrot, Müsli, Joghurt und einem gekochten Ei. Für einen "süßen Gaumen" darf es ruhig auch Marmelade oder Honig sein. Die Energiespeicher des Körpers müssen mit Mineralstoffen und Kohlenhydraten ausreichend aufgefüllt werden.
Unmittelbar vor dem Wettkampf sollte der Sportler keine Nahrung mehr zu sich nehmen.
F
Fed Cup
Bei diesem Nationen-Wettbewerb für Damenmannschaften werden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen vier Einzel und ein Doppel ausgetragen.
Der Fed-Cup (bis 1997 Federation Cup genannt) wurde 1962 anlässlich des 50jährigen Jubiläums der ITF als Pendant zum Davis Cup beschlossen. 1963 wurde er erstmals ausgetragen.
French Open
» Offene Französische Meisterschaften (franz.: Internationaux de France), eines der vier Grand Slam Turniere. Die French Open sind ein Sandplatzturnier und werden in der letzten Mai- und der ersten Juni-Woche in Paris ausgetragen.
Von 1891 bis 1927 wurden sie im Racing Club Paris ausgetragen, bevor sie ins Stade Roland Garros umgesiedelt wurden.
Fußfehler
engl. Footfault
Der Füße dürfen während der Aufschlagbewegung und vor dem Treffen des Balles die Grundlinie nicht berühren oder überschreiten.
Der Schiedsrichter beim unerlaubten Übertritt des Aufschlägers den Arm hoch, die Handfläche zeigt zum Schiedsrichter, die Finger sind ausgestreckt und geschlossen.
G
Griffband
Vollständige Ummantelung des Schlägergriffs, um Blasenbildung an den Händen zu vermeiden.
Viele Spieler unterschätzen die Bedeutung der Griffbänder, die auf die Griffschale gewickelt werden. Es wird unterschieden in Basisgriffbänder (direkt auf dem Griff) und Übergriffbänder (Overgrips). Einfache Basisbänder gegen Schockabsorption müssen mit Überbändern für den guten Griff gespielt werden. Die meisten Basisbänder spielen sich komfortabel, saugen den Handschweis auf und benötigen keine Overgrips.
Griffe
Haltung der Hand am Griffende des Schlägers. Für die unterschiedlichen Schläge gibt es unterschiedliche Griffe, alle mit englischen Bezeichnungen:
1. Continental: Schwacher Griff von oben auf das Griffende. Daumen und Zeigefinger bilden ein leicht nach links verschobenes V. Griff für Aufschlag, Slice und Volley, meist von Serve-and-Volley-Spielern bevorzugt. Die Grundschläge sind etwas wackelig.
2. Semi-Western: Normaler Vorhandgriff. Die Hand ist hinter dem Griff. Das leicht angelegte Handgelenk bringt die Schlagfläche hinter den Ball. Alle Vorhandschläge sind möglich, ohne den Griff zu verändern.
3. Extreme-Western: Topspingriff. Die Fingerspitzen liegen obenauf, der Arm ist oft angewinkelt. Der Schläger kann mit einer Peitschenbewegung steil über den Ball gezogen werden.
4. Semi-Eastern: Normaler Rückhandgriff. Die Faust zeigt Richtung Netz. Der Semi-Eastern ist für gerade Schläge und die leicht überrissene Rückhand geeignet.
5. Extreme-Eastern: Wenig angewandter Rückhandgriff (selten bei der Vorhand). Die Fingerknöchel zeigen nach vorn. Bei dieser Griffhaltung muß der Spieler zum Ausholen weit in die Knie gehen.
Grundlinienspiel
Aus dem hinteren Teil des Spielfeldes geschlagene Bälle. Der Spieler ist auf oder hinter der Grundlinie postiert.
Gymnastik
Vor jedem Training und jedem Match sollte man die Muskulatur mit Dehnübungen umfassend aufwärmen. Dabei sind für den Tennisspieler folgende Muskelpartien besonders wichtig:
1. Hintere Oberschenkelmuskulatur: Legen Sie die Füße im Wechsel aufs Netz und ziehen Sie die Zehen mehrfach zum Körper hin.
2. Unterarmmuskulatur: Nehmen Sie Ihren Schlagarm vor den Körper und drücken das Ellenbogengelenk durch. Ziehen Sie nun die Hand zum Körper.
3. Ellbogenstrecker: Nehmen Sie den Schläger mit einer Hand hinter den Körper und ziehen Sie mit der anderen Hand den Racketkopf nach unten.
4. Vordere Oberschenkelmuskulatur: Gehen Sie in die Hocke und setzen abwechselnd ein Bein nach hinten. Dehnen Sie so die Vorderseite des Oberschenkels.
5. Obere Wadenmuskulatur: Stützen Sie sich am Netzpfosten ab und drücken Sie die Füße im Wechsel vom Boden ab, bis es in den Waden leicht ziept.
6. Schultermuskulatur: Drücken Sie mit Hilfe des zweiten Armes den Schlagarm an den Körper.
7. Bei den einzelnen Übungen beide Körperhälften bzw. Arme oder Beine dehnen.
H
Halbfinale
Vorschlussrunde oder Semifinale eines Turniers, die Runde der letzten Vier. Die Sieger der beiden Halbfinals erreichen das Finale. Manchmal wird unter den Verlierern der beiden Halbfinals der 3. Platz ausgespielt.
Halbvolley
Unmittelbar nach dem Absprung geschlagener Ball. Meist als Notschlag auf dem Weg zum Netz gespielt, wenn einem der Ball des Gegners vor die Füße springt und kein echter Volley mehr möglich ist.
Im modernen Tennis werden Halbvolleys auch von der Grundlinie gespielt, wenn die Zeit zum Ausholen nicht mehr reicht. Dadurch wird das Spiel schnell gemacht.
Handsome Eight
Die ersten acht offiziellen Tennisprofis nannten sich "Handsome Eight". Sie wurden 1968 vom amerikanischen Milliardär Lamar Hunt für seine World Championship Tennis-Tour (WCT) verpflichtet.
Die Handsome Eight, die sich nach 30 Jahren zum Jubiläum trafen, waren Dennis Ralston, Roger Taylor, Tony Roche, Pierre Barthes, WTC-Director Al Hill Jr., John Newcombe, Niki Pilic, Butch Buchholz und Cliff Drysdale.
Das erste Profi-Turnier der acht Spieler fand im Januar 1968 im australischen Sydney statt, bereits drei Jahre später bestand die WCT aus mehreren Dutzend Spielern bei 20 Turnieren mit einem Gesamtpreisgeld von einer Million Dollar, wobei der Sieger jedes Turniers 50000 Dollar erhielt. 1976 wurde das Preisgeld verdoppelt.
Nach jeder Saison zwischen Januar und Mai qualifizierten sich die besten acht Spieler für das WCT-Finale, das bis 1988 jeweils in Dallas/Texas stattfand. Die Spielergewerkschaft ATP, die sich in dieser Zeit intensiv für die Belange der Profis einsetzte, aber eine eigene Tour durchsetzen wollte, zwang die WCT ein Jahr später zur Aufgabe der Turnierserie.
Holzschläger
Alle Racketsportarten wurden mit Schlägern aus Holz oder verleimten Schichthölzern gespielt. Im Ende der 70er Jahre wurden die Tennisschläger aus Holz von Aluminium, Kunststoffen und Graphit abgelöst.
Vom 13. bis in die späten 70er Jahre des 20. Jahrhunderts spielten die Tennisspieler mit Rackets aus Holz. Es war bruchfest, besaß die beste Schwingungsdämpfung. Mit mehrfach verleimten Schichten erzielte man noch stabilere Rahmen. Leichte Materialien haben die Holzschläger ersetzt.
I
IPIN
(International Player Identification Number)
Die IPIN ist eine internationale Spieler Identifikationsnummer für Tennisspieler/innen, die auf der ITF-Tour spielen. Alle Spieler/innen sind seit dem 1. Januar 2005 verpflichtet, eine IPIN zu haben, um ITF-Turniere melden zu können (beinhaltet Futures, Satellites und Damen-Turniere von 10.000 bis 75.000 US Dollar Preisgeld). Die IPIN ermöglicht effizientere Kommunikation mit den Spielern/innen über das Internet und somit einen verbesserten Informationsfluss zur ITF. Ein neuer Online Service ermöglicht den Spielern/innen für ein Turnier über eine bestimmte Website der ITF zu melden, beziehungsweise Meldungen zurückzuziehen. Außerdem erhalten sie Zugang zu wichtigen Neuigkeiten und anderen Informationen bezüglich des ITF-Circuits. Die persönliche IPIN, sowie weitere Informationen dazu erhalten Sie im Internet unter » http://www.itftennis.com/ipin
International Management Group (IMG)
Eine der größten Management-Agenturen weltweit für Sport, Show und Politik. Gründer und Chef ist Mark McCormack. Neben der Vermarktung von Spielern organisiert IMG auch Tennisturniere.
International Tennis Federation (ITF)
Tennis-Weltverband, Zusammenschluss von 196 nationalen Tennisverbänden. Aktueller Präsident: Francesco Ricci Bitti.
Die Dachorganisation der nationalen Tennisverbände wurde 1913 in Paris als International Lawn Tennis Federation (ILTF) gegründet, seit 1977 wird auf "Lawn" im Namen verzichtet.
Die ITF organisiert den Davis Cup, den Fed Cup und zusammen mit den Veranstaltern von Melbourne, Paris, Wimbledon und New York die vier Grand Slam-Turniere. Außerdem ist die ITF für das Olympische Tennisturnier und eine weltweite Turnierserie für den Nachwuchs (Futures) verantwortlich.
Ebenso werden von der ITF die Tennisregeln bestimmt.
International Series
Herrenturniere auf der ATP Tour unterhalb der neun Masters-Turniere. Preisgeld bis eine Million Dollar.
Intervalltraining
Systematische Belastung des Körpers von ein bis zwei Minuten Dauer mit dazwischen liegenden Pausen von annähernd gleicher Länge. Systematisches Intervalltraining führt zu einer Verbesserung der Ausdauer und der Schnellkraft, speziell im Tennis als Sport der kurzen Wettkampfzeiten zur Steigerung physischer und psychischer Eigenschaften.
J
Jetlag
Probleme bei der Anpassung des Körpers an die Zeitumstellung nach längeren Flugreisen (Schlaf- und Wachphasen). Der mögliche Jetlag wird von den Tourspielern bei ihrem Turnierplan berücksichtigt.
Jeu de Paume
Ballspiel mit der flachen Hand, das seit dem 13. Jahrhundert in Frankreich gespielt wurde und als Vorläufer des heutigen Tennis gilt.
K
Kanonenaufschlag
So wird ein Aufschlag bezeichnet, der mit voller Wucht und ohne Schnitt gespielt wird. Es ist meist der 1. Aufschlag.
Kleinfeldtennis
Zwei Spieler bzw. 2 Zweiermannschaften spielen auf einem ca. 12 x 8 Meter großen, durch ein Netz oder eine Schnur von ca. 90 cm Höhe geteilten Feld. Als Spielfeld bietet sich die Fläche eines halben Tenniscourts an.
Gespielt wird mit Kurzschlägern (Methodic-Schläger) oder Kinderrackets und weichen Softbällen (keine Schaumstoffbälle, da anderes Flugverhalten!).
Der Aufschlag wird von der hinteren Begrenzungslinie ins Spiel gebracht, ein Ball darf einmal aufspringen.
Kleinfeldtennis ist eine kindgerechte Form des Tennisspiels für Kinder bis 9/10 Jahre und die methodisch beste Möglichkeit, Anfängern aller Altersklassen die Grundlagen des Tennisspielens beizubringen. Es ist sehr gut im Breitensport anwendbar.
Vorteile:
- Es können viel mehr Kinder pro Tennisplatz sinnvoll beschäftigt werden (bis zu vier Kleinfelder auf einem Platz möglich.)
- Platzgröße, Netzhöhe und Ballverhalten entsprechen den Möglichkeiten von Kindern bzw. Anfängern.
- Erfolgserlebnisse stellen sich schneller ein.
- Die technische Entwicklung wird automatisch positiv beeinflußt.
- Die Einbeziehung von Motorik fördert ein vielseitiges Bewegungsrepertoire und beugt einseitigen Belastungen vor.
Koordination
Es ist das Zusammenwirken von zentralem Nervensystem und Muskulatur während eines Bewegungsablaufs. Im Tennis sind vor allem koordinative Fähigkeiten wie Reaktion, Gleichgewichtsgefühl, Antizipation oder Steuerung der Bewegungen gefordert.
L
Längssaiten
Lawn Tennis
Engl. Bezeichnung für Rasentennis
Außerhalb von England diente das "Lawn" nur dazu, sich vom mittelalterlichen "Tennis" abzugrenzen. Als sich der Sport Ende des 19. Jahrhunderts etablierte, verschwand die Bezeichnung Lawn.
Linien
Das Spielfeld wird mit Linien markiert, Sie sind mindestens 5 cm breit.
Die Linien, die das Spielfeld an den Enden und an den Seiten begrenzen, werden "Grundlinien" bzw. "Seitenlinien (Einzel)" genannt. Parallel zu den Seitenlinien verlaufen im Abstand von 1,37 m die Seitenlinien für das Doppel.
In einem Abstand von 6,40 m werden parallel zum Netz auf beiden Seiten Linien gezogen, die "Aufschlaglinien" genannt werden. Die Fläche beidseitig des Netzes zwischen diesem und den Aufschlaglinien wird zwischen den beiden Seitenlinien durch eine Linie, "Aufschlagmittellinie" genannt, in zwei Hälften geteilt. Die Aufschlagmittellinie verläuft parallel zu den Seitenlinien. Sie muß 5 cm breit sein.
Die Grundlinien werden in gedachter Verlängerung der Aufschlagmittellinie durch eine 10 cm und 5 cm breite Linie, "Mittelzeichen" genannt, in zwei Hälften geteilt. Das Mittelzeichen wird innerhalb des Spielfeldes angebracht, im rechten Winkel zur Grundlinie und mit dieser verbunden.
Alle anderen Linien dürfen nicht schmäler als 2,5 cm sein und nicht breiter als 5 cm sein, mit Ausnahme der Grundlinie, die nicht breiter als 10 cm sein darf. Alle Linien müssen von gleicher Farbe sein.
Linienrichter
Linienrichter werden bei größeren Turnieren zur Unterstützung des Stuhlschiedsrichters (an der Seitenlinie, der Mittellinie, der Grundlinie und der Aufschlaglinie) eingesetzt. Sie müssen blitzschnell erkennen, ob ein Ball im Feld oder im Aus ist. Der Linienrichter an der Aufschlaglinie hat eine doppelte Aufgabe, da er beide Linien im Wechsel kontrollieren muß.
Linkshänder
Linkshänder haben die gleiche Schlagtechnik wie Rechtshänder, haben aber psychologisch häufig im Vorteil, da sie aus Sicht ihrer Gegner spiegelbildlich Tennis spielen. Rechtshänder, die es gewohnt sind, nur gegen Rechtshänder zu spielen, haben Probleme sich auf einen Linkshänder umzustellen, weil sie ihre Technik komplett umstellen müssen.
Wissenschaftlich gesehen steuert die rechte Hirnhälfte (die linke bei Rechtshändern) die Bewegungen des Linkshänders. Die rechte Hirnhälfte ist für räumliches Denken, Phantasie und Kreativität verantwortlich, was sich im Tennis meist als Vorteil erweist.
Berühmte Linkshänder: Martina Navratilova, Monica Seles, Rod Laver, Jimmy Connors, John McEnroe
Lob
Hoch und weit über den Gegner gespielter Ball. Das Racket wird beim Schlag mit leicht geöffneter Schlagfläche nach oben geführt. Es werden der gerade Lob ohne jeden Schnitt und der Lob mit Rückwärtsdrall (Slice). Beide Schlagvarianten sind ausschließlich Defensivschläge, die besonders gerne bei Sonnenschein und Wind angewandt werden.
Der Lob mit Vorwärtsdrall ist ein Angriffsschlag und wird wie ein normaler Topspinschlag, nur etwas stärker nach oben gerissen, ausgeführt. Mit einem Topspin-Lob können direkte Punkte gewonnen werden.
"Love"
"Love" ist im internationalen Tennis die Bezeichnung von "Null". Abgeleitet von "to do something for love" = "etwas umsonst tun". Andere Herleitung: "For love" - kein gewinnbringender Punkt. "Love" kommt nicht wie häufig angenommen aus dem französischen "l´ouef" (Ei, nach dem Cricket Ausdruck "duck´s egg").
"Lucky Looser"
Unter Lucky Looser versteht man einen Spieler, der in der letzten Runde der Qualifikation verliert und nur durch den Rückzug eines Spieler (z. B. wegen einer Verletzung) ins Hauptfeld rutscht. Spieler, die in der letzten Qualifikationsrunde scheitern, werden in einer Liste nach ihrer Weltranglisten Position geordnet. Wird ein Platz im Hauptfeld frei, rutscht die Nummer eins dieser Liste, also der am höchsten Platzierte nach.
M
Masters Series
Turnierserie der ATP Tour mit neun Masters-Turnieren und dem abschließenden Masters Cup. Bei den Masters wird ein Mindest-Preisgeld von 2,95 Millionen Dollar ausgeschüttet. Es sind die früheren "Super 9-Turniere" in Indian Wells, Miami (Key Biscayne), Mote Carlo, Rom, Hamburg German Open, Cincinnati, Toronto (jährlicher Wechsel mit Montreal), Stuttgart (Halle) und Paris-Bercy.
Masters Cup
Abschlußturnier der Masters Series. Die Austragungsorte wechseln. Im Jahr 2000 war es Lissabon, 2001 fand der Cup in Sydney statt und in 2002 in Shanghai. Im Jahr 2003 war Houston Austragungsort des ATP Masters Cup und wird es auch in 2004 wieder sein.
N
Netz
Die beiden Spielhälften werden durch ein Netz getrennt. Bevor beim Jeu de Paume das Netz eingeführt wurde, wurden Seile oder Leinen verwendet, an den Bänder herunter hingen.
Das moderne Netz besteht aus einem Kunststoffgeflecht, von einem Spannseil im Netzband gehalten. Rechts und links des Spielfeldes wird das Netz in einem Netzpfosten eingehängt. In der Mitte des Netzes beträgt die Höhe des Netzes 91,4 cm, an den Seitenpfosten 1,06 Meter. In der Mitte wird das Netz mit einem Netzhalter am Boden befestigt.
Das Netz muß den Zwischenraum zwischen den beiden Netzpfosten vollständig ausfüllen. Die Maschen des Netzes müssen so eng sein, dass ein Ball nicht hindurch kann.
Das Netz in der Mitte durchhängt liegt in der Natur der Sache, es ist unmöglich es so zu befestigen, dass es absolut waagerecht ist. Auf die Maße hat man sich im Laufe der Zeit geeinigt.
O
kein Eintrag
P
Punktesystem
Das Punktesystem ist aus dem französischen Vorläufer des heutigen Tennisspiels entstanden, welches in Schlosshallen auf einem rechtwinkligen Feld gespielt wurde. Die Spieler machten ihre Angabe, indem sie den Ball übers Netz gegen eine Wand schlugen, die entlang des Feldes verlief. Die Zuschauer saßen an der Wand gegenüber. Linien teilten das Feld in vier 15 Zoll (40cm) breite, parallel verlaufende Streifen zu beiden Netzseiten. Jedes Mal, wenn ein Spieler einen Punkt erzielte, bewegte er sich einen Streifen weiter nach vorne, machte dort seine Angabe. Das Spiel begann an der 0-Zoll-Linie. Nach dem ersten Punkt wurde an die 15-Zoll-Linie vorgerückt, dann zur 30-Zoll-Linie, schließlich zur 45-Zoll-Linie. Es stellte sich heraus, dass die 45-Zoll-Linie zu dicht am Netz war, die 40-Zoll-Linie wurde eingeführt. Daher also die Zählweise 15, 30, 40, Spiel. Zur Ihrer Frage: "Love" ist im internationalen Tennis die Bezeichnung von "Null". Abgeleitet von "to do something for love" = "etwas umsonst tun". Andere Herleitung: "For love" - kein gewinnbringender Punkt. "Love" kommt nicht wie häufig angenommen aus dem französischen "l´ouef" (Ei, nach dem Cricket Ausdruck "duck´s egg"). Der Begriff "Tennis" hat seinen Ursprung ebenfalls im altfranzösischem "tenes"(auch: tenez) = haltet! (den Ball).
Q
kein Eintrag
R
kein Eintrag
S
Saiten
Die in den Schlägerkopf eingezogene Bespannung sind Saiten. Es wird in Naturdarmsaiten (werden heutzutage wenig gespielt) und Kunststoffsaiten unterschieden.
Ursprünglich wurden Tennisschläger ausschließlich mit natürlichen Saiten aus Kuh- und Schafsdärmen bespannt.
Heute werden über 95% der Schläger mit Saiten aus synthetischen Fasern gespannt. Man unterscheidet monofile (= eine einzige Faser) und multifile Saiten mit bis zu 1600 miteinander verwobenen Fasern. Die Elastizität einer Naturdarmsaite konnte trotz aller technischen Entwicklungen noch nicht erreicht werden.
Satz
Ein Satz besteht mindestens aus 6 Spielen, wobei ein Spieler für den Satzgewinn mindestens 2 Spiele Vorsprung haben muß (6:4 und 7:5). Bei 6:6 entscheidet der Tiebreak.
Satzball
Schiedsrichter
Da der Schiedsrichter (engl. umpire) auf einem zwei Meter hohen Stuhl zur besseren Übersicht über das Spielfeld sitzt, wird er auch Stuhlschiedsrichter (engl. chair umpire) genannt.
Die Ausbildung zum "Schiedsrichter" kann man im Alter von 16 Jahren beginnen mit einem Lehrgang zum Bezirksschiedsrichter. Später kann die Lizenz als Verbandsschiedsrichter erworben werden. Wer danach eine DTB-Ausbildung durchläuft und bei kleineren Turnieren Erfahrungen gesammelt hat, erhält eventuell Einsätze bei Profi-Turnieren der ATP oder WTA.
Aufgaben des Schiedsrichters:
1. Vor Spielbeginn
Prüfen des Spielplatzes udn der ständigen Einrichtungen (Netzhöhe, Einzelstützen, Schiedsrichter-Stuhl, Spielerbänke, etc.)
Vorstellung gegenüber den Spielern
Information über Spielmodus (Satzzahl, Tiebreak, Bälle)
Überprüfen der Spielkleidung
Auslosung Aufschlag/Rückschlag/Seite
Überwachen der Einschlagzeit
Vorstellen der Spieler gegenüber den Zuschauern
2. Während des Spiels
Überwachen der Einhaltung der Tennisregeln und der sonstigen geltenden Bestimmungen
Überwachen des Seiten-, Aufschla-, Rückschlag- und Ballwechsels
Überwachen der zulässigen Spielunterbrechungen
Ausrufen der Fehler und, sofern keine Linienrichter eingesetzt sind, der "Aus-"Bälle
Ansagen oder Aufzeigen des Standes der Punkte, Spiele und Sätze
Entscheidung über die Spielbarkeit von Bällen
Führung des Schiedsrichterblattes
in Ausnahmesituationen: Prüfung des Ballabdrucks, Berichtigung von Entscheidungen, Regelentscheidungen nach Fehlern in der Reihenfolge beim Aufschlag, Rückschlag, Seitenwechsel, Ballwechsel
3. nach Spielende
Ansage des Spielergebnisses
Abschluß des Schiedsrichterblattes
Meldung des Spielergebnisses und ggf. verhängter Maßregeln an den Oberschiedsrichter und an die Turnierleitung
Schläger
"Handwerkszeug" der Tennisspieler. Schläger können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.
Die ITF schreibt die Höchstmaße für die Schlägergröße vor. Der Rahmen des Schlägers darf einschließlich Griff eine Gesamtlänge von 73,66 cm und eine Gesamtbreite von 31,75 cm nicht überschreiten.
Die Bespannungsfläche darf in der Gesamtlänge 39,37 cm und in der Gesamtbreite 29,21 cm nicht überschreiten.
Die Schlagfläche muß flach sein und aus einem Muster sich kreuzender Saiten bestehen, die an einem Rahmen befestigt sind und an ihren Kreuzungspunkten abwechselnd verflochten oder verbunden sind. Das Besaitungsmuster muß völlig gleichmäßig sein, Es darf in der Mitte nicht weniger dicht als in irgendeinem anderen Bereich sein.
Schläger, die den technischen Daten nicht entsprechen, sind zum Spiel nicht zugelassen.
Das engl. Wort Rackett (Schläger) kommt wahrscheinlich aus dem arabischen "ra`hat (Handfläche) oder dem latainischen "reticulum". Eine erste Erwähnung findet man bei Ovid, eine 2. im 12. Jahrhundert bei Cinnamus, eine weitere im 14. Jahrhundert bei Chaucer. Die Vorgänger des eigentlichen Tennisspiels wurden zunächst mit der blanken Hand gespielt, die man später mit Lederstreifen umwickelte, um sie dann schließlich mit einem Handschuh zu schützen. Um 1550 schließlich gab es die ersten Tennisschläger aus Holz mit Bespannung.
Schlägermaterialen
Meistens bestehen moderne Rackets aus graphit- und Carbonfasern, verstärkt mit Titangeflechten. Holzschläger werden heute nicht mehr produziert.
Schleife
Schleifenartige Ausholbewegung für einen Grundschlag, sowohl Vorhand als auch Rückhand. Je schneller der Ball anfliegt, desto flacher und kürzer ist die Schleifenbewegung beim Ausholen.
Schmetterball
engl. smash
mit großer Kraft gespielter, über Kopf angenommener Ball. Der Schmetterball sollte so hoch wie möglich getroffen und mit Handgelenkeinsatz geschlagen werden, ähnlich der Aufschlagbewegung. Der Spieler verlagert sein Körpergewicht auf das hintere Bein.
Schuhe
Je nach Bodenbelag wird mit unterschiedlich besohlten Tennisschuhen gespielt. In der Halle und auf Teppichboden wird mit Schuhen ohne Profil gespielt.
Seitenwahl
Auslosung vor dem Match, wer auf welcher Spielfeldseite beginnt. Meist wird jedoch das Aufschlagrecht ausgelost. Der unterlegene Spieler darf dann die Seite wählen.
Seitenwechsel
Beim Tennisspiel werden die Spielfeldseiten jeweils nach 2 Spielen gewechselt. Um die Chancengleichheit zu wahren (z.B. Einflußnahme von Sonne und Wind auf den Aufschlag), sehen die Regeln den Wechsel der Spielfeldhälften in den vorgeschriebenen Pausen vor:
Nach dem 1. Spiel und anschließend nach jeweils 2 Spielen.
Seit Januar 2000 gibt es keine Pause mehr nach dem 1. Spiel eines Satzes, der Seitenwechsel blieb erhalten.
Serve-and-volley
Aufschlag und anschließender Netzangriff mit Flugball.
Der Aufschlag (engl. = serve) wird so ausgeführt, daß der Return des Gegners bestmöglich volliert werden kann.
Slice
Schläge mit Rückwärtsdrall
"Anschneiden" des Balls, der durch Herunterziehen des Schlägers auf ungerader Flugbahn leicht nach oben gelenkt wird.
Spielball
Als Spielball wird der letzte Ball vor dem Spielgewinn bezeichnet. Mögliche Spielstände sind damit 40:0, 40:15, 40:30 oder Vorteil.
Spielfeld
Das Spielfeld ist die durch Markierungslinien umgrenzte Fläche. Das Einzelfeld ist 23,77 m lang und 8,23 m breit. Das Doppelfeld ist nicht länger, aber 2,74 m breiter.
Spin
Sponsor
Förderer, Geldgeber.
Im Gegensatz zu einem Mäzen erwartet der Sponsor eine Gegenleistung des Spielers, des Vereins, Verbandes, Turnierveranstalters für seine erbrachten Leistungen, meist in Form von Werbung auf der Kleidung und Ausrüstung, Werbeflächen im Stadion, auf Programmheften, Plakaten, Autogrammstunden, Auftritten bei Werbeveranstaltungen.
Stoppball
Der Ball wird extrem verlangsamt zurückgespielt, so dass er unmittelbar hinter dem Netz niedergeht - meist unerreichbar für den entfernt stehenden Gegner.
Super 9
Es war die höchst dotierte Turnierserie der ATP Tour in den Jahren 1990 bis 1999. Die Super 9-Turniere von Indian Wells, Key Biskayne, Monte Carlo, Rom, Hamburg, Montreal/Toronto, Cincinnati, Stuttgart und Paris-Bercy gehören inzwischen zur Masters Series und nennen sich Mastersturniere.
Sweetspot
T
Talent
Als Talent wird die Anlage zu überdurchschnittlichen körperlichen oder geistigen Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet bezeichnet. Wird das Talent eines Menschen frühzeitig erkannt und dementsprechend gefördert, sind Ausnahmeleistungen zu erzielen.
Taktik
gezieltes Handeln unter Berücksichtigung der möglichen äußeren Einflüsse (z.B. Wetter, Platzverhältnisse, Zustand der Bälle), der konditionellen und mentalen Verfassung der eigenen Person und des Gegners.
Im Taktiktraining studieren Spieler und Trainer Spielzüge ein oder trainieren Psychotricks, mit denen das Spielverhalten des Gegner beeinflußt werden kann.
Team
Tennisarm
Medizinischer Begriff für Beschwerden im Bereich des Ellenbogens. Durch starke Belastung des Ellenbogengelenks, z.B. falsche Technik, zu harte Bespannung des Schlägers) können die Ansätze der Beuge- und Streckmuskeln gereizt werden. Die Folge davon sind Schmerzen in den Fingern, in der Hand oder im Unterarm. Die Behandlung eines Tennisarms kann langwierig sein.
Tennis Europe
Zusammenschluss der europäischen Länder mit Sitz in Basel. Die ETA hat zum Ziel, die speziellen europäischen Interessen der Spieler und Turnierveranstalter zu stärken.
Tennisprofi, wie werde ich... ?
Neben dem dazu nötigen Talent und einem gut ausgebildeten Trainer, der die Techniken vermittelt und das Talent in die Richtige Richtung lenkt, sind psychische Faktoren nicht zu verachten. Das vorhandene Talent nützt einem absolut gar nichts, wenn man nicht bereit ist hart an sich zu arbeiten. So bedarf es Ehrgeiz, Willensstärke, Selbtsbewusstsein, Härte gegen sich selbst (nicht gleich aufgeben, wenn's mal nicht klappt), Ausdauer und vor allem Einsatz und Freude an dem, was man tut.
Tennisurlaub
Seit 1970 werden von Reiseveranstaltern, von Ferien- und Kurorten Reisen angeboten, in denen Tenniskurse bester Bestandteil sind. Zahlreiche Hotel und Clubanlagen haben in der eigenen Anlage Tennisschulen mit lizensierten Trainern integriert oder arbeiten mit Tennisschulen zusammen.
Tiebreak
Seit 1970 bei fast allen Turnieren eingeführte Abkürzung eines Satzes nach Gleichstand (6:6). Zum Satzgewinn ist der Vorsprung nur eines Spiels - sonst noch eines weiteren - erforderlich. Jeder Fehler zählt einen Punkt. Wer zuerst sieben Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung erreicht, gewinnt den Tiebreak und damit auch den Satz. Er wird in den Spielberichtsbogen mit 7:6 eingetragen. In Klammern steht das exakte Ergebnis des Satzes (7:5).
Bei der Durchführung des Tiebreaks beginnt der Spieler mit dem Aufschlag, der an der Reihe ist. Dann wechselt das Aufschlagrecht. Der Gegner hat nun zwei Aufschläge. Danach wechselt das Aufschlagrecht nach jeweils zwei Aufschlägen, bis der Gewinner des Tiebreaks feststeht. Nach sechs gespielten Punkten folgt ein Seitenwechsel ohne Spielpause.
Der Tiebreak wurde 1963 vom Amerikaner Jimmy van Alen erfunden.
Timing
Optimale Abstimmung des Bewegungsablaufes der Schlagbewegung auf die Flugbahn und Geschwindigkeit des anfliegenden Balles. Für ein perfektes Timing müssen die Augen blitzschnell über das Gehirn Beine und Arme steuern, damit der zeitliche Bewegungsablauf des Körpers bis zur Bewegung des Schlagarmes stimmt. Diese Auge-Hand-Koordination ist meist das größte Problem für einen Tennisanfänger.
Topspin
"Anschneiden" des Balls, der durch Hochreißen des Schlägers in eine Vorwärtsdrehung versetzt wird.
Je dynamischer der Schlägerkopf von unten nach oben über den Ball gezogen wird, desto mehr Vorwärtsdrall erhält der Ball.
Top Ten
Tour
Training
Treibschlag
U
Unforced Error
Vermeidbarer Fehler, auf den der Gegner keinen Einfluß hatte. Unforced Errors werden meist als leichte Fehler bezeichnet, obwohl sie eigentlich das Gegenteil sind, da sie in einer unbedrängten Situation passieren. Meist passieren sie aufgrund einer Konzentrationsschwäche, in der der Spieler den Punkt für sich eigentlich schon als gewonnen abgehakt hat.
Umgreifen
Umpire
US Open
Offene Amerikanische Meisterschaften, eines der vier Grand Slam Turniere. Die US Open werden von Ende August bis zum 2. September-Wochenende in New York - Flushing Meadows ausgetragen.
Die Geschichte der Meisterschaften der USA begann 1881 in Newport als Rasenturnier. Von 1914 bis 1974 wurde das Turnier nach Forest Hills verlegt, ebenfalls als Rasenturnier. Von 1975 bis 1977 wurde dann in Forest Hills auf Hardcourt gespielt. Im darauffolgenden Jahr zogen die US Open nach Flushing Medaows, einem Vorort von New York, um.
United States Tennis Association (USTA)
V
Verdeckter Schlag
Verletzungen
Da die Schwere der Sportverletzungen beim Tennis von den Betroffenen nur schwer eingeschätzt werden kann, sollte unbedingt ein Arzt, möglichst ein Sportmediziner, konsultiert werden, vor allem wenn die Schmerzen an den betroffenen Stellen anhalten.
Eisspray und kalte Kompressen wirken schmerzlindernd, beseitigen aber nicht die Verletzungsursache.
Verlorene Punkte
Paul verliert also gegen Eugen mit 6:0/6:7/6:7. Im ersten Satz gewinnt Eugen keinen Punkt, also macht Paul 24 Punkte. In den beiden folgenden Sätzen gewinnt Paul alle seine Aufschlagspiele zu Null und erkämpft sich bei Eugens Aufschlagspielen immer den "Einstand". Den Tiebreak verliert er jeweils mit 5:7. Dies hat einen Punktestand von 53 zu 43 für Paul zur Folge, obwohl er den Satz verloren hat. Aufaddiert auf alle drei Sätze: 130:86 für den Verlierer Paul. Es ist also möglich, obwohl man 44 Punkte mehr als sein Gegner gemacht hat, das Match zu verlieren. Wer hätte das gedacht?!
Vibrationsdämpfer
Schwingungsdämpfer für die Schlägerbespannung
Am 7. August 1928 erhielt der Amerikaner Albert Brown Hilton das deutsche Patent für eine Dämpfungshülse an den untersten zwei Quersaiten der Schlägerbesaitung, dem ersten Vibrationsdämpfer. Die patentierte Hülse sollte das "Zittern bei leichten Stößen hindern und bei schweren Stößen dämpfen". Auch sollte das Singen der Saiten unterbunden werden.
Im Jahr 1984 erfand Rene´ Lacoste den bekanntesten Vibrationsdämpfer, den "Vibrastop". Es ist eine ringförmige Gummitülle, die zwischen die Saiten eingeklemmt wird. In den Jahren danach folgten die Entwicklungen von unterschiedlichsten Vibrationsdämpfern, von Gummibändern über "Kunststoffschlangen" bis hin zu bleigefüllten "Power Buttons". Er wurden auch zwei oder mehr Saiten mit einer Gummischnur umwickelt. Andre Agassi spielt ein solches Racket. Beinahe jeder Hersteller hat sein eigenes System entwickelt. Jedoch müssen alle Dämpfer unterhalb der untersten Quersaite angebracht werden.
Mit der Entwicklung von Schlägerrahmen aus Graphit, Carbon und Fiberglas werden die Vibrationsdämpfer immer beliebter, denn die Rahmen aus diesen Materialien neigen dazu, beim Ballkontakt zu klirren. Die Dämpfer fangen Saitenschwingungen von rund 650 Hertz ab, die Rahmenschwingungen dagegen nicht.
Volley
Ein aus der Luft vor dem Körper angenommener Ball ("Flugball"), der den Boden noch nicht berührt hat. Es wird zwischen einem hohen Volley oberhalb und einem tiefen Volley unterhalb der Netzkante unterschieden.
Wichtig:
Der Schläger darf bei der Ausführung eines Flugballes nie hinter dem Körper sein. Man geht dem Ball entgegen und trifft ihn weit vor dem Körper, möglichst mit keiner bzw. einer minimalen Ausholbewegung.
Den hohen Volley oberhalb der Netzkante spielt man mit einer leichten Abwärtsbewegung. Die Schlagfläche bleibt kurz nach dem Treffpunkt stehen und zeigt in Richtung des Ziels.
Für den tiefen Volley unterhalb der Netzkante geht man weit in die Knie. Die Schlägerspitze zeigt möglichst nach oben und befindet sich weit vor dem Körper.
Je tiefer der Spieler den Flugball in Bodennähe trifft, desto mehr Unterschnitt gibt er ihm mit. Es hat wenig Sinn, aus dieser Position einen Punktgewinn erzielen zu wollen. Man setzt statt dessen den tiefen Volley sehr lang in die Ecke und rückt noch weiter ans Netz auf. Ein zweiter Volley oberhalb der Netzkante ist risikoärmer.
Vorhand
Grundschlag, bei dem die Innenfläche der Hand in Spielrichtung zeigt. Wenige Spieler spielen eine Vorhand mit beiden Händen am Griff.
Beim modernen Vorhandschlag ist die Fußstellung leicht offen. Die meisten Spieler benützen für den leichten Topspin den Semi-Western-Griff. Mit dem Blick wird der Ball fixiert. Die Ausholbewegung beginnt früh. Jetzt werden Schulter und Hüfte nach hinten aufgedreht, der Schläger wird mit nach hinten geführt. Der ganze Körper ist gespannt. Fliegt der Ball in der "vorausberechneten" Höhe an, entlädt sich die Körperspannung in einem explosionsartigen Schlag. Der Schlägerkopf wird über den Ball gezogen.
Wird eine extrem überrissene Topspin-Vorhand gespielt, geht der Spieler tiefer in die Knie und trifft den Ball etwa auf Höhe seiner Knie.
Vorteil
engl. advantage
Der Spieler, der nach dem Einstand (40:40) einen Punkt gewinnt, hat "Vorteil". Zum Spielgewinn benötigt er einen weiteren Punkt.
W
Weltrangliste
Die Spieler/innen werden aufgrund ihrer Spielergebnisse bei Turnieren nach Punkten eingestuft. Die Weltrangliste der Herren wird von der ATP-Tour erstellt, die für die Damen von der WTA-Tour. Jeden Montag erscheinen aktualisierte Weltranglisten.
Für die Weltrangliste der Herren werden die Ergebnisse der Grand Slams, der Masters-Serie und der International Series gewertet, bei den Damen ebenfalls die Grand Slams, die Masters-Series und die Future-Turniere.
Seit Januar 2000 hat die ATP-Tour die Weltrangliste umgestellt. Sie nennt sich nun "Champions Race. Die Punkte der achtzehn besten Turniere werden addiert, wobei für die Spieler Grand Slam Turniere und Mastersturniere verpflichtend sind. Die Rangliste beginnt am 1. Januar mit null Punkten und endet am 31. 12. eines Jahres.
Bei den Damen werden ebenfalls 18 Turniere gewertet. Hier werden allerdings die Anzahl der Punkte durch die Anzahl der gespielten Turniere dividiert. Bei den Damen bleiben die Punkte 52 Wochen stehen und bei Siegen gibt es "Quality Points" (Bonuspunkte).
Weltranglisten der ATP und der WTA
Hier finden Sie die Weltrangliste der WTA sowie die Entry List und das Indesit Race der ATP!
Weltranglisten der ITF
Wimbledon
"The All England Championships" in London sind eines der vier Grand Slam Turniere. Wimbledon wird in der letzten Juniwoche bis zum 2. Sonntag im Juli gespielt.
In den Jahren 1913, 1914 und von 1919 bis 1923 wurden die Titel der "Weltmeisterschaften auf rasen" vom Internationalen Tennisverband (International Lawn Tennis Federation) an den Britischen Tennisverband (Lawn Tennis Association) vergeben. Dieser Titel wurde später abgeschafft. Bis 1922 nahm der Titelverteidiger an den Meisterschaften nicht teil, sondern traf auf den Gewinner einer Herausforderungsrunde (Challenge Round). Die Herausforderungsrunde wurde 1922 gestrichen und von nun an war der Titelverteidiger von der ersten Runde an im Wettkampf. Eine Änderung der Auslosung trat 1924 ein. Die vollständige Auslosung wie sie bis jetzt angewendet wird, wurde 1927 erstmals durchgeführt. Die Meisterschaften wurden 1968 als "offenes" Turnier erklärt.
Wingfield, Walter Clopton
Aus Elementen des "field-tennis", des "Rackets", des "real tennis" und Badminton entwickelte Major Walter C. Wingfield das von ihm so genannte "Sphairistike´" oder "lawn-tennis" - den direkten Vorläufer des heutigen Tennisspiels.
Das von ihm entwickelte "lawn-tennis" verdankte seinen Erfolg der Einfachheit der Spielweise und des Spielfeldes. Es war auf jedem ebenen Rasen spielbar. Man brauchte wie früher notwendig, keine Mauern oder Dächer mehr, sondern ein Netz, daß es dank seiner Erfindung überall zu kaufen gab. Wingfield übernahm die Höhe des beim Badminton verwendeten Netzes (fünf Fuß = 152 Zentimeter), konstruierte das Netz jedoch dreiteilig - offenbar eine Anlehnung an die Seitenwände des alten Tennis. Sein Spielfeld war noch trapezförmig und der Aufschlag erfolgte aus einem Viereck immer nur von einer Seite. Ähnlich wie bei Rackets und Badminton konnte nur der Aufschlagende einen Punkt erzielen.
1874 hatte er sein neuartiges Tennisspiel patentieren lassen.
Er starb am 18. April 1912. In seiner Grabrede wurde kein einziges mal das Wort "Tennis" erwähnt.
Winner
Schlag, mit dem ein direkter Punkt erzielt werden konnte. Man bezeichnet aber auch einen direkten Punkt beim Return oder den Punkt nach einem Schlag voller Risiko als Winner.
Woman´s Tennis Association (WTA)
Die WTA ist die Vereinigung der Profi-Spielerinnen. Die WTA organisiert die WTA-Tour, zu der weltweit 62 Turniere gehören. Im September 1970 wurde die WTA aus Protest in Los Angeles gegründet, als die Spielerinnen das niedrige Preisgeld des Veranstalters nicht akzeptieren wollten. Anführerin der "Rebellinnen" war die spätere Präsidentin der WTA, die Amerikanerin Billie Jean King.
World Championship Tennis inc. (WCT)
die vom Amerikaner Lamar Hunt im Jahre 1967 gegründete und finanzierte Gesellschaft zur Organisation einer Tennis-Weltmeisterschaft.
Teilnehmer an dieser Veranstaltung waren die ersten acht offiziellen Tennisprofis, die sich "Handsome Eight" nannten. Die Handsome Eight, die sich nach 30 Jahren zum Jubiläum trafen, waren Dennis Ralston, Roger Taylor, Tony Roche, Pierre Barthes, WTC-Director Al Hill Jr., John Newcombe, Niki Pilic, Butch Buchholz und Cliff Drysdale.
Das erste Profi-Turnier der acht Spieler fand im Januar 1968 im australischen Sydney statt, bereits drei Jahre später bestand die WCT aus mehreren Dutzend Spielern bei 20 Turnieren mit einem Gesamtpreisgeld von einer Million Dollar, wobei der Sieger jedes Turniers 50000 Dollar erhielt. 1976 wurde das Preisgeld verdoppelt.
Nach jeder Saison zwischen Januar und Mai qualifizierten sich die besten acht Spieler für das WCT-Finale, das bis 1988 jeweils in Dallas/Texas stattfand. Die Spielergewerkschaft ATP, die sich in dieser Zeit intensiv für die Belange der Profis einsetzte, aber eine eigene Tour durchsetzen wollte, zwang die WCT ein Jahr später zur Aufgabe der Turnierserie.
World Team Cup
die offizielle Mannschafts-Weltmeisterschaft der ATP-Tour. Im Jahre 1978 wurde der World Team Cup als Nations Cup gegründet. Seitdem findet er im Rochusclub Düsseldorf in der vorletzten Mai-Woche statt.
Teilnahmeberechtigt sind acht Nationen, die sich durch die Position ihrer besten zwei Einzelspieler in der Weltrangliste qualifizieren. Der bestplatzierte Spieler einer Nation bestimmt die Mannschaft und den Coach. Der Veranstalter kann einem Team seiner Mannschaft eine Wildcard geben. Gespielt wird in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften, jeder gegen jeden. Die Gruppenbesten bestreiten das Endspiel.
Bisher konnte Spanien den World Team Cup 4 mal gewinnen, ebenso die USA. Dreimal gewannen ihn Schweden, Deutschland und Australien. Zweimal die CSSR und Argentinien und je einmal Chile, Slovakei, Frankreich, Jugoslawien und die Schweiz.
World Team Tennis
Mannschaftswettbewerb in den USA. 16 Städte spielen seit 1973 eine Sommerrunde, für die die WWT bekannte Jung- und Altstars verpflichtet.
X
XL
Größenbezeichnung für Bekleidung und Schläger. Neben der bekannten Bekleidungsgröße XL werden auch die verlängerten Tennisschläger mit der englischen Abkürzung für "Extra Long" bezeichnet.
Y
Yips
Mit "Yips" wird das Zittern im Handgelenk während einer Stress-Situation bezeichnet. Das Handgelenk zittert häufig beim Volley, wenn der Spieler bei kritischem Spielstand und damit unter psychischem Druck ans Netz aufgerückt ist.
Z
Zauberball
Als Zauberball wird der Schlag des Balles durch die Beine beim Rückwärtslaufen bezeichnet. Wenn der Schlag gelingt, ist das Publikum im Stadion begeistert und der Gegner reichlich verwirrt. Der Zauberball wird von etlichen Spielern bewußt trainiert.
Zählweise
Auf Geldeinsätze und Spielwetten im 14. Jahrhundert in Frankreich geht wahrscheinlich die seltsame Zählweise der Punkte "15 - 30 - 40" zurück. So setzte man zum Beispiel ein "gros denier", der wiederum einen Wert von 15 "denier" hatte. in einem Satz, der damals oft aus vier Spielen bestand, wurden also 4 mal 15 "deniers" gesetzt: 15 - 30 - 45 - 60. Im 16. Jahrhundert wurde wahrscheinlich aus lauter Bequemlichkeit "45" durch "40" ersetzt.
Wenn nach den aktuellen Regeln beide Spieler die gleiche Punktzahl haben, nennt man das Einstand oder "Deuce". Ein Spiel ist dann erst entschieden, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat. Der Spieler, der zuerst sechs Spiele hat, gewinnt den Satz, unter der Voraussetzung allerdings, dass er auch dabei 2 Spiele Vorsprung hat. Steht es 6:6, entscheidet der Tiebreak.
Zuschlagbewegung
Armbewegung, die vor und während des Schlages ausgeführt wird. Aus der Zuschlagbewegung eines Spielers läßt sich der Schwungstil erschließen, der wiederum Rückschlüsse auf die Spielweise ermöglicht.
Sehr schnelle, aggressive Zuschlagbewegung = aggressiver Offensivspieler,
mittelschnelle bis schnelle Zuschlagbewegung = variabler Allroundspieler,
langsame, kontrollierte Zuschlagbewegung = kontrollierter Sicherheitsspieler
Zwischenrufe
Glossar :
In dieser Rubrik finden Sie ein Glossar, in dem über 150 tennisspezifische Begriffe alphabetisch geordnet erklärt werden.


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